Frotox statt Botox | © panthermedia.net /chesterf

Nicht mehr nur in Hollywood werden kosmetische Maßnahmen zur Hautverjüngung eingesetzt, nein, Botox gehört mittlerweile zum üblichen Kosmetik-Potpourri in der Nachbarschaft. Eine Injektion mit Botox bewegt sich mittlerweile auch nur mehr zwischen 200 und 300 Euro, je nach Anbieter und gewünschtem Ausmaß der Behandlung. Doch sollte man Botox, das ein Nervengift ist, in der Kosmetik so bedenkenlos einsetzen, wie es derzeit der Fall ist? Es galt bisher jahrelang als das Mittel der Wahl um lästige Falten zu glätten. Behandlungsfehler können jedoch zum “Einfrieren” der Gesichtsmimik, aber auch zu Lähmungen ganzer Gesichtspartien führen. Nun ist von einer Alternative, Frotox, die Rede, doch was hat es mit diesem Mittel auf sich?

Frotox, was ist das?

Statt dem Nervengift Botox, somit Botulinumtoxin, dass ein neurotoxisches und somit giftiges Protein ist, gilt Frotox als natürlich, da es sich hierbei um mit Stickstoff gefüllte Injektionsnadeln handelt. Mittels dieser Methode werden die Axome der Nerven auf Minus 70 Grad Celsius abgekühlt und damit zerstört. Frotox wird dabei nur ganz punktuell in der Kosmetik eingesetzt und liegt im gleichen Preissegment wie Botox. Es kommt beim Einsatz von Frotox nicht zu einer unnatürlich wirkenden Gesichtsmimik, wie es bei Botox passieren kann.

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Frotox und Botox: die beiden Wirkstoffe im Vergleich

Frotox wirkt im Gegensatz zu Botox physikalisch durch Kälte auf den Nerv ein, während Botox ein von Bakterien erzeugtes Nervengift darstellt, das den Weitertransport des Nervenbotenstoffes verhindert, wodurch die Nerven ihre Funktionsfähigkeit verlieren. In Folge können sich die umliegenden Muskeln nicht mehr zusammenziehen – die Falte wird nicht mehr gebildet und wird unscheinbarer bis unsichtbar.

Wirkung und Nebenwirkungen von Botox und Frotox
Als mögliche Nebenwirkungen sind bei Botulinumtoxin jedoch allergische Reaktionen, Hautausschläge sowie die Beeinträchtigung des Sehnervs möglich – eine nicht unwesentliche Gefahr. Darüber hinaus klären die wenigsten Ärzte vor der Anwendung dieses Mittels ab, ob eine Gerinnungsstörung oder eine Nervenerkrankung vorliegt – dann nämlich sollte Botox auf gar keinen Fall angewendet werden. Dies alles ist mit dem im menschlichen Körper ebenfalls vorkommenden Stickstoff, der bei Frotox zum Einsatz kommt, nicht zu befürchten.

In der Kosmetik hat die kosmetische Behandlung mit dieser Methode den Vorteil, dass das Ergebnis sehr natürlich wirkt, da es nur zur punktuellen Behandlung eines Nervs kommt und auf diese Weise nicht gleich eine ganze Gesichtspartie erstarrt. Die übrigen Nerven bleiben in ihrer Funktionsfähigkeit erhalten, wodurch eine natürlich wirkende Restbewegung bestehen bleibt. Die Wirkung der Injektionsbehandlung mit Stickstoff hält durchschnittlich drei bis sechs Monate an.

Fazit zu Frotox statt Botox

Frotox ist zum Einsatz in der Kosmetik das natürlichere Mittel, da es mit, auch im menschlichen Körper vorkommenden, Stickstoff arbeitet. Nebenwirkungen sind bei diesem Wirkstoff bisher noch keine bekannt. Ganz anders verhält es sich bei Botulinumtoxin, dass zu Nervenschädigungen, Allergien und bei zu häufigem Gebrauch sogar zu einer Abwehrreaktion des Körpers führen kann.

Bei Nerven-und Muskelerkrankungen sollte vom Gebrauch dieses Nervengiftes unbedingt Abstand genommen werden. Da eine detaillierte Anamnese vor der Behandlung mit Botulinumtoxin erforderlich ist, sind Selbstbehandlungen unter Freunden nicht ratsam. Um den Körper nicht mit einem Nervengift zu belasten und um ein natürlicheres Ergebnis zu erzielen, ist Frotox eindeutig die bessere Wahl.

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